Freundeskreis Schloss Herrenhausen

Jahrelang hat sich HAUS & GRUNDEIGENTUM-Chef Rainer Beckmann dafür eingesetzt, dass das Herrenhäuser Schloss, das im II. Weltkrieg zerstört wurde, wiederaufgebaut wird.
Denn als einer der ersten hat er erkannt, dass in Deutschland eine Sehnsucht nach Baukunst entstanden ist, da die Nachkriegsarchitektur gesichts- und geschichtslose Städte geschaffen hat. Das ausgebombte Hannover ist davon im besonderen Maße betroffen. Vieles lässt sich sicher damit entschuldigen, dass man nach dem Krieg schnell Wohn- und Arbeitsbauten schaffen musste, doch lässt sich gerade im Bereich der Architektur erkennen, dass sich Deutschland von seiner Vergangenheit lösen wollte. Das ist leider selten gelungen, denn man findet heute Innenstädte vor, in denen die Vergangenheit nicht aufgearbeitet, sondern verdrängt wurde. Nun zeigen aber neuere Entwicklungen, dass die Deutschen die verschwundenen Bauwerke vermissen. In Braunschweig, Berlin und Dresden werden alte Schlösser rekonstruiert.
Auch in Hannover ist aus der Idee, das Schloss wiederaufzubauen, ein konkretes Vorhaben geworden. Hannovers Oberbürgermeister Stefan Weil hatte vorausgesetzt, dass das Herrenhäuser Schloss nur gebaut werden könne, sofern es die Landeshauptstadt keinen Cent koste und sofern es nach neuesten Baustandards realisiert werde. Durch Rainer Beckmann unermüdliches Vorgehen ist es geglückt, die VolkswagenStiftung für die Aufbaupläne zu begeistern. Seit Anfang 2008 steht fest, dass das Schloss von außen nach historischem Vorbild rekonstruiert wird und die Innenräume der heutigen Bauordnung entsprechen.
Um aber Fragen des „Innenlebens“ des neuen alten Schlosses kritisch zu begleiten, wurde im Januar 2008 der Freundeskreis Schloss Herrenhausen gegründet.
„Wir wollen darauf achten, dass die Interessen der Historiker beachtet und möglichst viele Räume restauriert werden. Das gilt insbesondere für die Seitenflügel, den Eingangsbereich und den Festsaal im ersten Stock“, betonte Rainer Beckmann auf der Gründungsversammlung. Der Freundeskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die historische Ausstattung des Schlosses wiederherzustellen. Dafür möchte der Verein Kunstgegenstände aus der Epoche sammeln oder, beispielsweise anhand von historischen Aufnahmen, Bilder und Möbelstücke reproduzieren. Für sein Vorhaben hat Rainer Beckmann viele prominente Mitstreiter gefunden. Zu den Gründungsmitgliedern des Freundeskreises gehören u. a. Landtagspräsident Jürgen Gansäuer, Walter Hirche, Heinrich Prinz von Hannover, Zoodirektor Klaus-Michael Machens und 96-Präsident Martin Kind.


Auf der ersten Jahreshauptversammlung am 15. Oktober 2009 zeigte Vorsitzender Rainer Beckmann dem Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Dr. Wilhelm Krull, das Modell des alten Schlosses Herrenhausen von Olaf Wöbbeking.



Der Vorstand setzt sich zusammen aus: Rainer Beckmann (Vorsitzender), Rita Pawelski (stellv. Vorsitzende), Dr. Mady Beißner (stellv. Vorsitzende), Prof. Michael Korth (Schatzmeister) und Michael Wiechert (Schriftführer).
Geschäftsführerin ist Jutta Barth.